Aus einer Sonderveröffentlichung des Wirtschaftsfördervereins Buxtehude
e.V./Neue Buxtehuder Wochenblatt, September 2008:
Mit Rohkost zum Erfolg!
Das Buxtehuder
Unternehmen Keimling zieht um / Das Wachstum war stetig und soll
weitergehen
 Die Keimling-Mannschaft vor dem neuen
Unternehmenssitz im Gewerbegebiet „Zum Fruchthof“ Fotos:
tk
(tk). Das Buxtehuder Unternehmen Keimling zieht um, und zwar
von der Bahnhofstraße ins Gewerbegebiet „Zum Fruchthof“. Dort haben die 40
Mitarbeiter ein 400 Quadratmeter großes Büro und ein 1.000 Quadratmeter
umfassendes Lager. Die Keimling-Produkte, vor allem aus dem
Rohkostbereich, stapeln sich meterhoch bis an die
Decke.
Der Umzug ist Ausdruck einer sehr erfolgreichen
Unternehmensentwicklung. Angefangen hat Geschäftsführer Winfried Holler
(54) 1984 mit der Übernahme eines Bioladens am Westfleth in Buxtehude, der
damals noch „Kernbeißer“ hieß. Er brachte zwei Dinge mit, um den Laden zum
Erfolg zu führen: Begeisterung für Vollwerternährung und ein Studium der
Betriebswirtschaftslehre.
Von Anfang an setzte Holler auf gutes Marketing. Als viele
Bioläden noch urige Schuppen mit wenig Licht waren, wollte er es
anders machen: „Auch im Bioladen kann es hell sein und die Waren können
ansprechend präsentiert werden.“
Drei Jahre später zog der „Kernbeißer“ an die
Bahnhofstraße und schon 1989 kam der Versandhandel mit
Rohkostprodukten dazu. Nüsse, Trockenfrüchte, später auch
Nahrungsergänzungsmittel sowie Kosmetika. „Rohkost ist eine logische
Weiterentwicklung der Vollwerternährung“, sagt Holler.
 Keimling-Geschäftsführer Winfried
Holler
Den Erfolg im Versandhandel bezeichnet er „als
Quantensprung.“ Er verkaufte den Laden und konzentrierte sich fortan auf
die Weiterentwicklung von „Keimling“.
Konsequent setzt das
Unternehmen auf hohe Standards. Rohkostqualität bedeutet zum Beispiel,
dass die Produkte nicht wärmer als 50 Grad Celsius werden dürfen. Außerdem
sind die Lieferanten allesamt Bio-Produzenten. Vor Ort wird zudem
überwacht, ob die Angaben zum Bioanbau und der schonenden Verarbeitung
auch stimmen. „In Kürze fahre ich in die Türkei, um dort die
Feigenproduktion zu überprüfen“, sagt Holler.
Zum wirtschaftlichen Keimling-Erfolg tragen außerdem die Entsafter bei,
die deutschlandweit exklusiv vertrieben werden und bei der Stiftung
Warentest auf Platz eins und zwei landeten. Neu im Angebot ist ein
automatisches Keimgerät, das regelmäßiges Auffüllen mit Wasser überflüssig
macht und die knackigen Sprossen innerhalb von drei Tagen reifen
lässt.
Die Estestadt ist für Keimling längst zu klein. Im Internet
gibt es internationale Keimling-Shops für Frankreich, die Schweiz und
England.
 Anke Wahlen-Lührs packt im Keimling-Lager
Waren ab
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