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Spitzenleistungen Dank Rohkost - Sanna Almstedt

Interview mit Sanna Almstedt

Die Wurzel:
Liebe Sanna, Du bist eine richtige Sportskanone und in Sportlerkreisen ein fester Begriff. Spätestens seit dem 24.09.09 ist auch dem ein oder anderen Laien Dein Name zu Ohr gekommen, weil Du den Berlinmarathon 2009 als einzige Läuferin barfuß bestritten hast und dazu noch in einer sehr guten Zeit. Dein Focus liegt auf Ausdauersport und Leichtathletik. Wann hast Du Sport für Dich als Ausgleich entdeckt? Welche Sportarten sind Deine Lieblingsdisziplinen? Welche Sportarten hast Du neben Triathlon, Ultramehrkampf und Marathon noch ausgeübt bzw. praktizierst Du heute noch? Was gibt Dir der Sport? Ist er eine Art Medizin für Dich? Oder sogar eine gesunde Droge, ein Aufputschmittel, auf das Du nicht so leicht mehr verzichten könntest?  

Sanna Almstedt:
Ich habe bereits als Kind begeistert und relativ erfolgreich Leichtathletikmehrkampf  betrieben , dann jedoch nach einer Bänderrissoperation und einer allg. Krise mit 16 aufgehört. Mit 18 versuchte  ich dann einen Marathon zu laufen, der misslang ( zu dieser Zeit ernährte ich mich so schlecht wie noch nie!) Danach fuhr ich dann nur noch Reisrad und machte  bereits  Yoga und Vipassanameditation. Da ich irgendwann jedoch bemerkte, dass mir beim Yoga  etwas fehlte fing ich mit Anfang 30 in einem Kiesserfitnesscenter mit Krafttraining an ,spielte dann zwei Jahre Fussball und habe vor 3,5 Jahren in einer Gruppe wieder mit Leichtathletik   angefangen , bin vor 3 Jahren meinen ersten Marathon in Berlin gelaufen und machte vorher schon wieder kleine Leichtathletikwettkämpfe ( Wurf  und  Sprung) mit. Meine liebsten Disziplinen sind Hochsprung, Diskus-und Speerwerfen, sowie Laufen, Radfahren und Schwimmen. 2009 nahm ich an der Ultramehrkampf-Wm teil, der Brockenchallenge (81 km )am Ultramarathon am Rennsteig( 72 km) ,verschiedenen Radrennen, 3 Triathlons, 3 Halbmarathons, diversen kleinen Wurfwettkämpfen und einigen weiteren  Laufveranstaltungen zwischen 10 km und 30 km . Sport ist für mich Medizin, Meditations-und Konzentrationsübung, sowie Disziplin (was ja lernen heisst!) und Selbsterforschung. Ob es bei meiner betriebenen Intensität noch gesund ist, weiss ich nicht, aber ich fühle mich so gut wie noch nie zuvor in meinem Leben ,deshalb  habe ich auch keine Angst, dass es mir  schaden könnte und verlasse mich da auf meine Gefühl.  Schon als Kind bin ich alleine trainieren gegangen und habe freiwillig oft mehr gemacht, als meine Trainer von mir gefordert haben, es ist ein Wesenskern von mir, auch in der Intensität. Ich fühle mich dabei lebendig, wach, freudig  und  lebensbejahend.

Die Wurzel:
Wie bist Du zum Triathlon und zum Ultramehrkampf gekommen? Seit wann betreibst Du beide Sportarten? Gibt es einen Streckenunterschied zwischen Frauen- und Männer-Triathlon bzw. –Ultramehrkampf? Kannst Du nochmals für den Laien wiederholen, aus welchen Sportarten Triathlon und Ultramehrkampf aufgebaut sind und wie lange die einzelnen Disziplinen sind?

Sanna Almstedt:
Zum Triathlon bin ich eher zufällig gekommen, da mein jetziger Lebensgefährte an einem teilnahm und ich einfach mal mitgekommen bin. Zu meinem Erstaunen siegte ich gleich beim 1. Mal und habe bislang alle Triathlons, an denen ich teilgenommen habe gewonnen, woraus ich dann schloss, dass meine Begabung dafür, wohl im Vergleich zu den anderen Disziplinen am ausgeprägtesten ist. Triathlon betreibe ich seit 3 Jahren und mit Ultramehrkampf habe ich erst 2009 angefangen ( 2008 nur 7-Kampf).Im Triathlon gibt es keine verschiedenen Steckenlängen für Frauen und Männer, sondern für alle die Volksdistanz ( 500 m Schwimmen/ 20 km Rad/ 5 km Laufen) / Olymp. Distanz ( 1,5 km Schwimmen/ 40  km Rad/10  km Laufen) , die Mitteldistanz  ( 1,9  km Schwimmen/80 km Rad/21 Laufen) und die Ironmandistanz (3,8 km Schwimmen/ 180 km Radfahren/ 42,195 km Laufen). Der Ultramehrkampf sind bei sind bei den Männern 20 leichtathletische Disziplinen und bei den Frauen 14 (am 1. Tag 100 m Hürden/ Hochsprung/1500m/400m Hürdenlauf/Kugelstossen/200 m und am 2.Tag 100m/Weitsprung /400 m/Speerwerfen/800 m/200 m Hürdenlauf /Diskuswerfen/ 3000 m ).

Die Wurzel:
Wie oft warst Du schon bei Wettkämpfen am Start? Wie viele Wettkämpfe bestreitest Du pro Jahr? Für wen bist Du bisher gestartet, nur für Dich selbst, oder auch für Firmen oder Vereine? Wirst Du von jemandem gesponsort? Wenn ja, was war der Beweggrund, einen Sponsor zu finden? War er rein finanzieller Art? Wenn nicht, wie sieht Dein Sponsoring im Detail aus?   

Sanna Almstedt:
In den letzten Jahren habe ich etwa 7 Marathons,5 Ultramarathons, 7 Halbmarathons, 3x 30 km -Läufe,3 x26 km Läufe,vielleicht  20 Läufe zwischen 5 und 15 km , 7 Triathlons, einen Ultramehrkampf, einen 7-Kampf, 5 Radrennen und mehrere Wettkämpfe in leichtathletischen Einzeldisziplinen ( Wurf, Sprung und Lauf) gemacht.Ich starte für die LG( Leichtathletikgemeinschft)  Göttingen oder für den ASFM ( Ausdauersport für Menschlichkeit)Göttingen, je nachdem, welche Disziplin es ist oder ob es sich um eine Meisterschaft handelt.

Seit 2010 werde ich von der Firma KEIMLING „FIT MIT ROH-UND NATURKOST“  gesponsert, die ich glücklicherweise als Unterstützer gewinnen konnte, nachdem ich für mein Projekt verschiedene Naturkostfirmen angeschrieben habe. Das Sponsoring beinhaltet sowohl finanzielle Unterstützung, als auch  Naturalien und eine Vitalwoche , an der ich teilnehmen werde und eine weitere, an der ich selbst einen Teil der Leitung  des Bewegungsangebots übernehmen werde, die speziell für (Leistungs)-Sportler ausgeschrieben ist! Ích werde für KEIMLING  durch meine Trikotaufdrucke werben, aber auch bei meinem Projekt,welches  ich gerne an dieser Stelle detailliert darstellen möchte, da ich mir erhoffe durch die Veröffentlichung  hier in Deiner Zeitschrift  Mitmenschen gewinnen zu können, die mir bei der Umsetzung helfen können: Mein Projekt ist eine Verbindung aus caritativen, aufklärerischen und sportlichen Zielen. Es  beinhaltet ,dass ich an  jeder sportlichen Veranstaltung  an der ich in diesem Jahr teilnehmen werde ( das wird neben dem Deutschlandlauf  im September,  der der Höhepunkt  sein wird und in 17 Tagesetappen 1203 km durch Deutschland  in durchschnittlichen 70 km /Tag führen wird, auch der Ironman Frankfurt Anfang Juli  sein, sowie noch einige andere , die ich an dieser Stelle nicht aufzählen möchte, sondern die auf meiner homepage : www.sannatorium.de  nachzulesen sind), sowohl im Vorfeld, also bei der Startnummernausgabe als auch im Zielbereich jeweils einen Stand aufbauen werde, an  dem es einerseits frisch gepresste Säfte und Smoothies  zu kaufen gibt, die mit  den hervorragenden Geräten der Firma KEIMLING zubereitet werden ; Gemüse , Obst  und die  Salate werden von unserem ortsansässigen Naturkostgrosshandel NATURKOST ELKERSHAUSEN gesponsert, mit welchen ich dann einerseits Werbung für KEIMLING und NATURKOST ELKERSHAUSEN mache und andererseits den Erlös an die Kinderhilfsorganisation PLAN  INTERNATIONAL spenden werde. Desweiteren soll es ein Informationsstand über KEIMLING, die KINDERHILFSORGANISATION „PLAN INTERNATIONAL“ sowie über  verantwortungsvolle ( und gesunde) Ernährung  sein. Darüberhinaus möchte ich jeweils einen Vortrag über verantwortungsvolle und gesunde Ernährung  halten, in dem ich besonders auf  den Zusammenhang  zwischen der Ernährung  in den westlichen Ländern und der Welthungersituation, sowie deren ökologischen Folgen aufmerksam machen möchte. Desweiteren plane ich medizinische Untersuchungen an mir vornehmen zu lassen, die ich dann  als Beweis für ausserordentliche Leistungen mit einer pflanzlichen  Ernährungsform mit hohem Frischkostanteil veröffentlichen  lassen werde. Dabei bin ich mir  mir natürlich bewusst  , dass es im medzinisch-statistischen  Sinne kein Beweis sein wird, da es an nur einer Person getestet ist. Trotzdem möchte ich dieses so anvisieren, in der Hoffnung, dass es viele Menschen dennoch inspirieren  wird, denn wahrscheinlich wird es zunächst einmal nicht genügend Menschen für eine „richtige“, repräsentative , wissenschaftliche Studie auf diesem Gebist geben. Ich möchte  mehr in das Massenbewusstsein vordringen, in dem  kaum  derartiges Wissen angekommen ist, denn gerade da sollte  sich etwas verändern.

Leider habe ich bei meinen Bemühungen Mediziner für eine solche Fragestellung  zu gewinnen noch keine positive Resonanz erfahren! Also, falls unter den Lesern  Mediziner sein sollten, die darüber eine Doktorarbeit schreiben möchten , bitte  ich um  schnellstmögliche Kontaktaufnahme mit mir!

Die Wurzel:
Wie oft musst Du in der Woche trainieren, um mit der Konkurrenz mithalten zu können? Oder gehst Du Deinen Sport eher gemütlich an? Betreibst Du Deinen Sport eher als Breitensport oder verdienst Du damit auch Dein Geld? Was möchtest Du mit Deinen sportlichen Leistungen erreichen?

Sanna Almstedt:
Ich trainiere  derzeit  ca. 3-4x Laufen ( 15-30km), 3x Radfahren ( nur 40-50km) ,Schwimmen  erst seit ganz kurzem 2-4x (ca. 60 min) ,sowie 1x / Woche in meiner Leichtathletikgruppe, die jetzt im Winter vor allem Zirkel-und Laufkoordinationstraining macht. Ich versuche den Sport sehr in den Alltag zu integrieren, was bedeutet, dass ich meine Wege , die ich sowieso zum Unterricht zurücklege , mit dem Rad oder zu Fuss erledige ( da ich auch kein Auto habe) .Ich verdiene kein Geld mit dem Sport, höchstens indirekt, indem ich durch meine  Siege viele Gutscheine gewinne, durch die ich dann keine Schuhe kaufen muss! Meine sportlichen Leistungen sind zunächst eine tiefe Befriedigung  für mich selbst im Augenblick des Vollzugs, aber auch nachhaltig  in meinem gesamten Leben bestärkten sie  mich und lassen  mich  insgesamt  zuversichtlich und geradlinig mit anderen Herausforderungen im Leben umgehen, möglicherweise , weil sie sich auf die Gesamtlebenshaltung  übertragen. Ausserdem ermutigt es mich sehr, dass in einem Alter, indem man allgemein annimmt, dass es bereits nur noch bergabgeht , bei mir noch eine Aufwärtsbewegung gibt und dass ich mich nicht nur fitter und gesünder fühle als vor zwanzig Jahren, sondern es auch nachweislich bin, was sich an den Leistungen zeigt.Dadurch  wiederum erhoffe ich auch andere Menschen zu inspirieren. Ausserdem möchte ich meine zunehmende Bekanntheit dafür  nutzen, mich für wirklich wichtiges einzusetzen (oben beschriebenes Projekt!) wodurch einfach viel mehr Menschen  erreicht werden können !

Die Wurzel:
Hast Du in der Vergangenheit Leistungsschwankungen auf die Art der Ernährung zurückführen können? Da ich nicht weit vom Triathlon-Mekka Roth in Mittelfranken entfernt lebe und dort auch schon mal für die vegetarische bzw. vegane Nahrungsmittelversorgung der Triathleten mitverantwortlich war, konnte ich die typische Triathlon-Nahrung der Sportler hautnah kennen lernen, die die Athleten in ihrer „Dreierdisziplin“ am meisten zum Erfolg führt. Triathleten mit reiner Vitalkost konnten mit den Triathleten, die sich vollwertig vegan ernährten (gekochter Reis, Nudeln, Hirse, Quinoa, Kartoffeln und weitere erhitzte Stärkeprodukte mit gedämpftem Gemüse und knackigen Rohkost-Salaten) auf Grund des geringeren Brennwertes aus weniger vorhandenen Stärkeprodukten, nicht mithalten. Doch vielleicht war das ein körpereigener Schutzmechanismus, um nicht durchzubrennen, so wie es bei vielen Sportlern der Fall ist, die spezielle Nahrungsmittel und Dopings zu sich nehmen, um schneller oder stärker zu sein, aber auf Kosten der Körpergesundheit. Denn zu schnell wird der Körper durch solche Dopings lebensgefährlich „hochgeschürt“ und brennt dann auf halber Strecke durch. Niemand würde auf die Idee kommen, dass erhitzte Nahrungsmittel im Vergleich zu unerhitzter Kost eine Art Doping darstellen könnte. Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ernährst Du Dich in der Regel auf Wettkämpfen? Und wie sieht Deine Ernährung außerhalb der Wettkampfzeit aus? Wie lange nimmst Du vor dem Training und wie lange danach keine Nahrung zu Dir? Oder nimmst Du auch während des Wettkampfes Nahrung zu Dir? Welche Nahrung hat sich für Dich als „Sportlernahrung“ am meisten bewährt und ist für Dich „wettkampftauglich“? Wie hoch ist Dein Vitalkostanteil? Bist Du Vegetarierin oder Veganerin? Welche Nahrungsmittel setzt Du wann gezielt als Treibstoff bzw. als Stress-Katalysator ein?

Sanna Almstedt:
Leistungsschwankungen hängen bei mir sehr deutlich  auch mit der Ernährung  zusammen. Das was Du in Deiner obigen Fragestellung  beschrieben hast, würde ich bestätigen: genau das habe ich vor einigen Wochen auch gedacht, dass „falsche“ Ernährung  Doping  sein könnte.  Diesbezüglich dope ich wahrscheinlich dann auch, denn ich bin leider nur Veganerin , zwar mit hohem Frischkostanteil, aber auch mit gekochten Stärkeanteilen und in der Tat habe ich das Gefühl, dass wenn ich diesen Anteil wegliesse, mir der Brennstoff nicht reichen ,wenn ich darauf verzichten würde und so muss ich mich wohl (längerfristig ) entscheiden, ob ich diese Begrenzung akzeptieren kann , wenn sich durch eine reine Vitalkost ( die  ich auf jeden Fall  nochmal ausprobieren werde) evtl. dieser natürliche Schutzmechanismus möglicherweise durchsetzt und mich anders limitiert als das bislang der Fall  ist! Während der Wettkämpfe habe ich im letzten Jahr bislang meistens nur Basica getrunken und nichts gegessen. In diesem Jahr habe ich erstmalig bei der Brockenchallenge von Göttingen auf den Brocken ( diesmal 86 km) ausprobiert frisch gepresste Gemüse-Obstsäfte zu trinken  was  mir wunderbar bekommen ist ,sodass ich bin nahezu hochgeschwebt bin!

Vor den Trainingseinheiten esse ich 1-3 Std nichts , je nach Art der Trainingseinheit, besonders vor schnellen Tempoeinheiten versuche ich 3 STD nichts zu essen.  Danach esse und trinke ich sehr rasch etwas, nach langen Einheiten meist  eiweiss-kohlenhydrathaltiges. Meinen Vitalkostanteil  schätze ich auf 60-80%  , was  je nach Belastung intuitiv sehr verschieden ist. Mein Treibstoff ist bspw. Sojajoghurt mit Weizenkeimen, Erdmandelflocken, Blütenpollen, Leinsamen und Obst . Oder/ und frischgepresstem Gemüse-Salat-Kräuter-Obstsaft. Ich esse sehr viele Sprossen ,Keimlinge, Kohl, Knoblauch ,Zwiebeln  , Meerrettich und Senf.

Die Wurzel:
Wieviel Wasser verbrauchst Du in Wettkampfzeiten und welches Wasser trinkst Du? Spielen bestimmte Getränke eine wichtige Rolle in Deinem Sport, z.B. frisch gepresste Säfte oder Smoothies? Wenn ja, wie sind sie zusammengesetzt?

Sanna Almstedt:
Die  Wettkampftrinkernährung  habe ich oben bereits beschrieben, ich trinke jede halbe Stunde 150 ml. Im Alltag trinke ich nur unser Leitungswasser, welches sehr gut sein soll und grünen Tee, sowie wie oben beschriebene Säfte aber auch manchmal ein alkoholfreies dunkles Bio-Hefeweizen.

Die Wurzel:
Ironman für eine Frau hört sich ja schon exotisch an, aber wie kommst Du als Frau mit einem Ultramehrkampf zurecht? Bist Du wirklich so eine ultra-eisenharte Frau, die zäh wie Leder ist? Wenn ja, auf was führst Du das zurück? Welche Konstitution muss man für den Ultramehrkampf bzw. Triathlon mitbringen oder ist es reine Trainingssache bzw. eine mentale Angelegenheit?

Sanna Almstedt:
Ich habe das Gefühl von Natur aus so zu sein, schon als Kind war es ein Genuss für mich ,mich anzustrengen und da ich auf dem Bauernhof groß geworden bin und immer viel mitarbeiten musste kommt diese Konditionierung  noch hinzu. Ich bin ein geborener Kämpfertyp. Mich immer wieder, jeden Tag zu disziplinieren und innerlich abzuscannen, wie es mir geht und daraus das weitere Tun oder Lassen abzuleiten, nur dieser innere Dialog und die Selbstbeobachtung  machen es mir möglich leistungsfähiger zu werden durch die  genaue Kenntnis des Körpers und dessen Bedürfnis nach Homöostase.

Für den Ultramehrkampf bringe ich erstmal von Natur aus eine Grundeigenschaft nicht mit: die Sprintfähigkeit, aber gerade das reizt mich, wie ich etwas verbessern kann, wofür ich erstmal  scheinbar nicht geschaffen bin. Also gewissermaßen das Geheimnis zu erkunden, das hinter der Schnelligkeit steckt und ob es wirklich so ist, dass man mehr FT( schnell-zuckende) oder ST( langsam zuckende )  Muskelfasern besitzt , welches   genetisch festgelegt und unveränderlich ist. Mich fasziniert es den Widerspruch zu erkunden 100km und 100 m Läuferin zu sein und mich nicht auf das festzulegen, wofür  ich scheinbar von Natur aus zunächst geeigneter bin, was natürlich verlockender ist, da die  Erfolgschancen höher sind. Da ich aber in einem Alter bin, in dem man im herkömmlichen Sinne im Sport ohnehin nichts mehr werden kann, erlaube ich mir den Scherz diese Bandbreite zu erkunden! Ich versuche diese vermeintlichen Unveränderlichkeiten, wie dass ich von Natur aus eher wenig Sprintfähigkeit zu besitzen scheine auf der mentalen Ebene zu bearbeiten und stelle mir immer wieder vor, dass mein Körper beide Bewegungsarten lernt und sofort erkennt, welche Muskeln wann gefragt sind und anspringen müssen, immerhin war der Erfolg bislang, dass ich im letzten Jahr mehr als einen halben Meter weiter gesprungen bin und über eine halbe Sekunde schneller auf 100m gelaufen bin  und das , obwohl ich quasi gleichzeitig auch im Marathontraining war und auch Rad gefahren bin.

Die Wurzel:
Wie bereitest Du Dich auf Triathlon- bzw. Ultramehrkampf-Meisterschaften vor? Trainierst Du vor Wettkämpfen mehr oder bewusst weniger als sonst? Schläfst Du vor Wettkämpfen mehr oder vor Aufregung weniger oder gehst Du häufiger in die Sonne, um mehr Energie aufzunehmen? Wie und durch was tankst Du vor Meisterschaften am meisten Kraft auf? Praktizierst Du zum Ausgleich Yoga oder meditierst Du vor Wettkämpfen häufiger? Oder arbeitest Du mental mit Suggestionen oder Visualisationen? Kannst Du uns Dein Geheimrezept verraten, wie Du es schaffst, immer wieder aufs Neue die Triathlon- bzw. Ultra-Marathon-Distanz und auch den Ultramehrkampf durchzustehen? Und Du läufst ja nicht nur Ultra-Marathon, sondern noch viel längere Strecken, wie oben erwähnt.                    

Sanna Almstedt:
Ich trainiere sehr intuitiv, ohne festen Plan und ohne  Trainer, bedarfsorientiert und je nach Wettkampf in der unmittelbar nächsten Zeit. Einen Tag vor dem Wettkampf mache ich nur noch 15-30 min mitochondrienwachhaltende Bewegung, 2 Tage vorher noch fast normales Training, aber keine intensive Tempoeinheit, diese absolviere  ich max. 4 Tage vorher das letzte mal. Ich meditiere und mache seit fast 20 Jahren Yoga ( unterrichte  diesen auch!) , arbeite mit Suggestionen und Visualisierungen. Mein Geheimrezept ist keines: Ich arbeite stets auf allen Ebenen an mir und befasse mich voll und ganz  nur mit dem , womit ich gerade beschäftigt  bin und lenke mich nicht mit etwas ab, was ich im Moment nicht bearbeite , da es eine  unnötige Energieverschwendung bedeuten würde, was aber nicht heisst, dass ich beim Laufen nicht auch mal Dinge durchdenke. Lange Strecken schaffe ich dadurch, dass ich sie in kleinere Überschaubarere vor meinem inneren Auge einteile und mich immer wieder dazu anhalte an meinem Laufstil zu arbeiten um ihn zu ökonomisieren.

Die Wurzel:
Wie gehst Du mit Wettkampfschwierigkeiten um? Z.B. mit Krämpfen in den Waden oder mit Übelsein im Magen? Welche Tricks setzt Du ein, um weniger zu übersäuern bzw. um insgesamt gesünder zu sein? Fastest Du manchmal?

Sanna Almstedt:
Wenn ich in Wettkampfschwierigkeiten komme und mich z.B. Seitenstiche  ereilen, wie das bei meinem ersten Marathon in Berlin von km 3 bis zum Schluss war, dann mache ich Atemübungen oder arbeite an der Haltung zusammen mit meinem selbstgewählten Mantra, das ich im Atemrhythmus  denke. Das Mantra habe ich seit vielen Jahren  ,es ist irgendwann  entstanden und begleitet mich  den ganzen Tag, es hilft mir mich in Verbindung zu bringen und zu bleiben , mit dem was mich hat entstehen lassen ( ob ich es Gott oder die Natur  nenne  finde ich nicht  entscheidend) , es lässt mich demütig sein vor meiner Kleinheit im Ganzen , sodass ich mich nicht für das Zentrum des Universums halte. Um nicht , bzw. weniger zu übersäuern , mache ich täglich meine selbstkreierten Atemübungen, die ich sowohl im Gesangsunterricht, den ich gebe, als auch beim Yoga und im Sport anwende. Sie bewirken eine verbesserte Nahrungsauswertung und Entgiftung. Des weiteren achte ich auf das Säure-Basengleichgewicht in der Ernährung  und reduziere immer weiter die Säurebildner, denen ich immer noch verfallen bin! Neben den  bereits oben genannten Lebensmitteln nehme ich noch ( aber unregelmässig) Chlorella, Spirulina und Gerstengras zu mir, früher mehr, zu Zeit weniger, im  Moment entsafte ich viel Stangensellerie, Spinat , Möhren und Petersilie und reduziere auf Dein anraten ein wenig meinen Obstkonsum. Früher habe ich einige Male gefastet, das ist aber schon länger her und ich habe es irgendwann aufgegeben, da es mich jedes Mal ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht hat . Ich hatte weniger Probleme währenddessen, aber der Einstieg zurück ins Essen ist mir jedes Mal gründlich misslungen, sodass ich hinterher meist sehr schnell eher schlechter gegessen habe, als vor dem Fasten, obwohl mein Ziel war mit dem Fasten  einen Schnitt  zu machen um eine anschließende Ernährungsumstellung  besser zu schaffen. Theoretisch ist mir der Sinn klar,  „keinen neuen Wein in alte Schläuche zu füllen“, aber in der Praxis ist mein Körper oder was auch immer an mir jeweils mit mir „durchgegangen“ und hat mich woandershin entführt, als ich es mir vorgenommen hatte. Aber sicherlich werde ich es irgendwann einmal wieder probieren, denn schließlich bin ich nun auch wieder 10 Jahre weiter!

Die Wurzel:
Wo und wie trainierst Du? In der Natur oder auf Asphalt? Alleine oder mit anderen Athleten zusammen? Hast Du einen Trainer oder Betreuer, der Dich bei Wettkämpfen unterstützt, oder würde Dich eine Person von außen nur durcheinander bringen und Dich zu stark beeinflussen, dass Du gar nicht mehr aus Dir selbst heraus, ganz intuitiv, trainieren könntest?

Sanna Almstedt:
Ich trainierte für den Ultramehrkampf  bei uns im neu sanierten Stadion und fast ausschliesslich alleine. Das Lauftraining  absolviere ich mit meinem Freund, alleine oder mit unserer ASFM- Gruppe, Radfahren häufig alleine und seit 6 Wochen schwimme ich in einem Triathlonverein. Für den Barfussmarathon habe ich  viel auf Asphalt  und im Stadion trainiert um genügend Hornhaut zu bilden, was mir dann aber nicht so ganz gelungen ist, da  unmittelbar vorher die Ultra-WM  war ,für deren Training ich oft Spikes und Wurfschuhe  anhatte, sodass sich die  Zeit leider nicht wie geplant  auf 3.20 h verbessern liess, da ich ab km 15 bereits merkte, dass ich Blasen bekam und von da an nur noch versucht habe auf den weissen Streifen ( die viel weicher als der rauhe Asphalt sind) zu laufen. Wie bereits oben erwähnt trainiere ich ohne Trainer und Plan ( ich habe auch keinen gesucht und gefunden, der dieses „Durcheinandertraining“ an verschiedenen Sportarten begleiten würde!) Aber selbst in der Jugend, als ich nur Leichtathletik machte ,bin ich eigentlich eher schlechter  , als besser geworden, nachdem ich von meinem Lust-und Launetrainingsstil ( und die hatte ich ohnehin fast immer) abgekommen bin , weil ich in einem Förderkader aufgenommen worden bin und später im Sportinternat  unter fachkundiger Obhut  stand.

Die Wurzel:
Welche Disziplin innerhalb des Triathlons und des Ultramehrkampfes ist Deine stärkste? Oder versuchst Du bei allen drei Disziplinen bzw. bei allen 14 Disziplinen immer gleichgut zu sein, d.h. trainierst Du Deine gerade schwächste Disziplin am meisten? Oder sagst Du Dir, ich kann nicht in allen drei bzw. 14  Disziplinen herausragend sein, weil ich die Anlage von Haus aus nicht mitbringe?

Sanna Almstedt:
Meine stärkste Disziplin im Triathlon ist sicher das Radfahren und Laufen, Schwimmen hingegen habe ich nie gelernt, konnte es aber dennoch ganz passabel . Im letzten Frühjahr  habe ich  an einem Kraultechnikkurs teilgenommen .Beim Ultramehrkampf  sind meine stärksten Disziplinen der Hochsprung, 3000m und 1500 m , sowie Speer-und Diskuswerfen. Da der Mehrkampf aber sehr sprintlastig ist, habe ich es da von Natur aus erstmal nicht so leicht. In Fachkreisen wird immer behauptet , dass sich Sprint-und Ausdauer nicht vertragen .  Am leichtesten hat es da jemand , der in den Schwellendisziplinen , wie den 400m oder 400 Hürden sehr gut ist, da es genau der Bereich zwischen Sprint-und Ausdauer ist, der am meisten benötigt wird. Aber ich glaube weiter daran, dass es doch möglich ist ,mache das Beste daraus und arbeite daran  mir auch in diesem Jahr, das ein fast ausschließliches Ausdauerjahr wird,  eine gewisse Grundschnelligkeit zu erhalten, da ich im nächsten Jahr nochmal versuchen möchte den Altersklassenweltrekord in der Altersklasse W 35  im Ultramehrkampf  zu knacken, den ich beim letzten Mal knapp verfehlt habe, bevor ich dann im übernächsten Jahr den Transeuropean Footrace ( in 64 Tagen ca. 4000 km von Schottland nach Gibraltar mit im Schnitt 62 km /Tag) mitlaufen werde und damit wieder ein reines Ausdauerjahr ansteht. Im großen und ganzen versuche ich schon meine schwächsten Disziplinen am meisten zu trainieren ( alle Hürdendisziplinen), was auch einen gewissen Erfolg gezeigt hat, z.B. habe ich es noch kurz vor knapp geschafft meinen Hürdenlaufrhythmus  auf  den  geeigneteren 4er von einem 5er umzustellen,  mit dem man auf  jeden Fall schneller ist und konnte damit auch tatsächlich meine Zeit vom Vorjahr deutlich verbessern. Also, ich bearbeite ( nicht immer mit Vergnügen, aber mit Interesse und Neugierde),anfangs auch mit Angst ( vor den Hürden) eher die  Schwächen, als die Stärken, was dann im Wettkampf  Sicherheit gibt um z.B. nicht zu stürzen oder das Tempo völlig falsch anzugehen.

Die Wurzel:
Wie regenerierst Du Dich nach einem Wettkampf? Erholst Du Dich anschließend durch einen Urlaub in der Sonne? Oder ernährst Du Dich gesünder oder schmeißt Du erst mal Deine ganze Disziplin für kurze Zeit über Board und tauchst ins ganz normale Leben mit all seinen Genüssen und Reizen ein, um daraus wieder rechtzeitig auszusteigen und mit dem Neustart, dem Training, zu beginnen?

Sanna Almstedt:
Urlaub mache ich eher selten und regenerieren tue ich am besten durch Tätigkeiten in meinen anderen Lebensbereichen ( z.B. Musik, gebe Shiatsubehandlungen...). Natürlich habe ich schon zwei Tage ( interessanterweise nicht unbedingt einen Tag nach dem Wettkampf!)  nach der Belastung  ein  Tief, mit viel Ruhe -und Rückzugsbedürfnis, aber wenn ich mich dem 1-2 Tage hingebe bin ich dann auch wieder trainingslustig.  In dieser Zeit kann ich mich dann auch wunderbar gehen lassen und mal alle Disziplin vergessen, richtig faul sein und sogar mal mit dem Bus zur Musikschule fahren, an der ich arbeite.

Die Wurzel:
Ich stelle mir eine Partnerschaft mit jemandem, der die ganze Zeit trainiert und überall auf Wettkämpfen vertreten ist, gar nicht so einfach vor, gerade wenn derjenige fast nur noch seinen Sport im Kopf hat. Wenn überhaupt Zeit für eine Partnerschaft bleibt, wie schaut die bei Dir aus? Entstehen aus diesem Grund sehr häufig Freundschaften bzw. Partnerschaften im Kreise der Sportler, weil bei ihnen die Uhr anders tickt?

Sanna Almstedt:
Mein Freund läuft auch, macht  aber keine Triathlon  -und Leichtathletikwettkämpfe ( mehr) , in der Tat ist  das   schon des öfteren ein Streitpunkt.

Die Wurzel:
Welche Hobbies hast Du als Ausgleich zum Sport? Liest Du gerne, gehst Du gerne ins Kino, hörst Du gerne Musik oder malst Du gerne? Oder fehlt Dir für irgendwelche Hobbies neben dem Sport meistens die Zeit?

Sanna Almstedt:
Zeit mit meinem Freund verbringen, Musizieren, soziales  Engagement,  mit meiner 100 -jährigen Freundin treffen ( die auch als Allesköstlerin so alt geworden ist, wohl aber immer sehr wenig gegessen hat  und gesundheitlich viele Probleme hatte!) , gute , tiefe Gespräche führen (v.a mit meiner  anderen Freundin ) , Gesundheitsbücher  lesen,  Menschen mit Shiatsu -, bzw. meiner selbstkreierten Massageform behandeln ( der Behandelte und die Behandelnde  machen gleichzeitig, während der Massage , die viele Rüttelelemente enthält, verschiedene  Atemübungen, die die Wirkung der Massage unterstützen und intensivieren), mich mit meinem Sohn geistig duellieren und ins Kino gehen ( einen Fernseher habe ich nicht!), früher Gedichte schreiben und Ausdruckstanz, dafür fehlt mir aber derzeit wirklich die Zeit!

Die Wurzel:
Ist Deine Art von Sport überhaupt mit Familie möglich? Hast Du Kinder? Wenn ja, wie vereinbarst Du das mit Deinen Kindern? Oder ist es fast unmöglich, einen Sport zu betreiben, der viele Stunden Training täglich erfordert, wenn man kleine Kinder versorgen muss? Wie schaut das bei Dir oder bei Deinen Sportlerkollegen in der Regel aus? Oder ist das individuell verschieden? Kennst Du Frauen, die den Haushalt für die Familie schmeißen und trotzdem Spitzensportlerinnen sind?

Sanna Almstedt:
Mein Sohn ist 15, sehr eigenwillig  und selbständig  und zur Zeit haben wir eigentlich keine gemeinsamen Interessen, die wir teilen könnten ( er ist gerade in der „ chilligen“ Phase, obwohl er früher auch sehr sportlich war ) und das passt nicht so ganz zu seiner sportverrückten Mutter ! Also, außer ins Kino gehen ist da im Moment nicht viel zu machen! Da ich sowohl finanziell als auch versorgerisch alleinerziehend bin und keine Unterstützung  habe, bin ich  auf allen  Ebenen sehr gefordert was nur  mit viel Disziplin zu bewältigen ist.

Die Wurzel:
Hast Du im Sport jemanden, den Du sehr stark verehrst, eine Art sportliches Idol? Oder hattest Du eines in Deiner Kindheit oder Jugend? Wenn ja, bist Du ihm/ihr schon mal persönlich begegnet?

Sanna Almstedt:
Nicht so richtig ,aber der Weltrekordhalter im 24-h Lauf  Yiannis Kouros (über 300 km !), der neben vielen Weltrekorden auch anderweitig  sehr engagiert ist ( Komponist, Maler,Sänger ,Lyriker , war mit Sri Chinmoy  auch in der Friedensbewegung  aktiv!). Ich habe aber nur von ihm gelesen , bin ihm nicht persönlich begegnet, würde ihn aber gerne kennenlernen.

Die Wurzel:
Aus welcher Ecke von Deutschland kommst Du ursprünglich her? Wo und wann bist Du geboren und aufgewachsen und welche Berufslaufbahn hast Du eingeschlagen? Was machst Du heute beruflich?

Sanna Almstedt:
Ich komme von der schwäbischen Alb, bin 1973 geb. , Klavier-,Gesangs -, Quer-und   Blockflöten-, sowie Yogalehrerin, Shiatsutherapeutin, habe eine Tanzausbildung  in SMAT ( Somatic MovementArt-Training) absolviert und ein kleines Lyrikbändchen mit abstrakter Lyrik  herausgegeben.

Die Wurzel:
Wie gehst Du mit Verletzungen im Sport um, oder sind die bisher zum größten Teil ausgeblieben? Wie lange hat es bisher immer wieder gedauert, bis Du Dich von Verletzungen und Trainingsausfällen hast regenerieren können? Gibt es in Deinem Sport auch Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen? Wie beugst Du dem am besten vor?

Sanna Almstedt:
Als ich vor gut drei Jahren wieder mit intensivem Sport anfing, hatte ich nach einem halben Jahr innerhalb von wenigen Monaten zwei Bänderrisse, links-und rechtsseitig Möglicherweise aufgrund zu schneller Intensitäts-und Umfangserweiterung und vorgeschwächtem Zustand aus früherem Bänderriss.Diese habe ich entgegen der Empfehlung der Ärtze mit der allg. üblichen Behandlung einer Aircastschiene und Sportverbot, damit kuriert, dass ich am übernächsten Tag wieder gelaufen bin, zwar auf gesichertem , ebenen Untergrund , aber dennoch..., sowie Siliceaeinnahme in Form von Schüsslersalz  und Ackerschachtelhalmextrakt. Desweiteren hatte ich im letzten Jahr überreizte Sehnenansätze , die vermutlich durch die vielen Sprint-und Sprungreize, die zu plötzlich in der Intensität gesteigert waren (und  meine Bindegewebsvoraussetzungen  sind nicht die besten!) ausgelöst wurden. Erfolgreich therapiert habe ich es mit viel barfusslaufen, sowie Krankengymnastik , in der ich viele Kräftigung sübungen gemacht habe um die Überlasteten Bereiche durch eine Stärkung  und Umverteilung  der Kraftaushaltenden Bereiche  zu entlasten  . Bislang hatte ich keine Verletzungen, durch die ich gezwungen war ganz zu pausieren,  ich musste höchstens vorübergehend andere Trainingsschwerpunkte setzen. Abnutzungs -und Verschleisserscheinungen habe ich bislang nicht beobachten können und vielleicht ist das neben der Ernährung, die immer besser wird auch dem Yoga, den vielen Atem- , Wahrnehmungs-und Sensibilisierungsübungen zu  verdanken, durch die ich immer wieder Dysbalancen bereits im Keim erkennen und wieder ausbalancieren kann.

Wir danken der Zeitschrift "Die Wurzel" für die freundliche Unterstützung!
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